Der Neusässer Stadtrat möge die Entwicklung eines Hitzeschutzkon- zeptes inklusive eines Hitzeaktionsplans im Rahmen eines Konzepts zur Klimafestigkeit beschließen.
Der Antrag nimmt Bezug auf unseren Antrag vom Juli 2022 zur
Anpassung der öffentlichen Infrastruktur an den Klimawandel. Dieser
orientierte sich an einem Konzept des Bayerischen Städtetags zum
Thema: "Die Städte im Klimawandel".
Wir beantragen erneut, rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen im
Plenum des Stadtrats vor dem Hintergrund der Tagungsergebnisse des
Städtetages aus dem Jahr 2022 und der aktuellen Erfahrungen in
diesem Hitzesommer einen Bericht über die Handlungsmöglichkeiten in
der Stadt Neusaß zu geben.
Darauf aufbauend ist ein ein Hitzeschutzkonzept inklusive
Hitzeaktionsplan im Rahmen eines Konzepts zur Klimafestigkeit zu
entwickeln.
Begründung:
Der Klimawandel führt auch in Neusäß zu einer zunehmenden Häufig-
keit, Dauer und Intensität von Hitzeperioden. Die vergangenen Jahre
und insbesondere dieses Jahr haben gezeigt, dass langanhaltend hohe
Temperaturen nicht nur die Lebensqualität der Bevölkerung
beeinträchtigen, sondern auch erhebliche gesundheitliche, soziale und
wirtschaftliche Folgen verursachen können. Besonders gefährdet sind
ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Personen mit
Vorerkrankungen, Menschen mit Behinderungen sowie Personen, die
im Freien arbeiten oder in dicht bebauten Gebieten leben.
Als Kommune tragen wir eine besondere Verantwortung für den Schutz
unserer Bürgerinnen und Bürger, auch vor den Folgen extremer Hitze.
Ein kommunales Hitzeschutzkonzept schafft die Grundlage für ein
systematisches und vorausschauendes Handeln. Es ermöglicht die
Identifikation besonders belasteter Gebiete und vulnerabler
Bevölkerungsgruppen sowie die Entwicklung zielgerichteter
Maßnahmen.
Dazu gehören unter anderem die Schaffung und Sicherung von
schattentacnen Schattenlicher, Vermen te ansiegalgen, dahme ding vor
richtung von Trinkwasserangeboten im öffentlichen Raum, die
Entwicklung von Informationssystemen sowie die Anpassung unserer
städtischen Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Rathaus
und anderer städtischen Liegenschaften.
Die Stadtverwaltung sorgt zudem, dass die Informationen zum
Hitzeschutz
1. rechtzeitig und wiederholend
2. sichtbar
für die Bürgerinnen und Bürger auffindbar sind.
Zu 1: Spätestens im Übergang zwischen Frühling und Frühsommer werden die Hitzeschutz-Information auf der Startseite der Homepage der Stadt Neusäß und der Neusäß-App sichtbar und dauerhaft platziert, bis die klimatischen Hitzebedingungen im Herbst abgeklungen sind. Zudem wird regelmäßig in diesen Zeitperiode über Pressemitteilungen in den örtlichen Zeitungen, der Heimatstimme, Social Media etc. auf das Thema hingewiesen und praktische Tipps gegeben.
Zu 2: Zudem sollen im Rathaus und in den städtischen Einrichtungen geeignetes Infomaterial zum Hitzeschutz ausgelegt und Beratungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Perspektivisch soll ein Klimaanpassungskonzept für die Stadt Neusäß erarbeitet werden, um einen strategischen Plan für die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels auszuarbeiten und erste konkrete Maßnahmen zeitnah zu verwirklichen.
Er soll dazu dienen, Risiken (wie Hitzewellen, Dürren, Starkregen) zu minimieren, Schäden zu vermeiden und die generelle Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu erhöhen. Geeignete Fördermöglichkeiten für die schrittweise Umsetzung der resultierenden Maßnahmen sind zu prüfen.