In der Reihe „Demokratie schützen – Demokratie stärken“ zeigte die SPD Neusäß den Film „Zeichen setzen“ von Josef Pröll mit anschließendem Regiegespräch.
Die 3. Bürgermeisterin von Neusäß, Susanne Höhnle, eröffnete den Abend und erinnerte an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945. Der Holocaustgedenktag erinnert uns an die millionenfachen Opfer nationalsozialistischer Ermordung. Für Höhnle sind Demokratie und Menschenrechte die Grundvoraussetzung für unser Zusammenleben. Diese Werte wurden u.a von denen erkämpft, die aufrecht waren, die verlässlich waren, die ihre Mitmenschen als gleichwertige Menschen ansahen und die Rückgrat hatten, so wie die Eltern von Josef Pröll, Anna und Josef Pröll.
Der Film „Zeichen setzen“ beschäftigt sich mit der Erinnerung an Augsburger Mitbürger und Mitbürgerinnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 verfolgt und ermordet wurden. Ausgehend von Stolpersteinen und Erinnerungsbändern geht der Film der Biografie von Menschen unterschiedlicher Opfergruppen nach, Widerstandskämpfer, jüdische Mitbürger, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und psychisch kranke Menschen. Josef Pröll geht es darum, den Menschen ein Gesicht zu geben, sie nicht zu vergessen. Gerade in unserer Zeit, in der antidemokratische Tendenzen und die Verleugnung der Verbrechen des Nationalsozialismus Hand in Hand gehen, ist diese Erinnerungsarbeit notweniger denn je. Thomas Hacker vom „Initiativkreis Stolpersteine für Augsburg und Umgebung“ berichtete über seine Arbeit und darüber, dass über Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus aus Neusäß konkret nachgedacht werde. Der Film „Zeichen setzen“ ist auch kostenlos online abrufbar.